Eine Stadt, 30€ und ein wundervoller Tag

Semesterferien, man selbst hat Mega viel zu tun und das Gefühl, dass alle anderen Studenten in den Urlaub fahren – dieses frustrierende Gefühl, welches einige von euch vielleicht auch schon hatten, überkam mich in einer der letzten Wochen. Ich versuchte den Frust zu unterdrücken, was mir aber leider nicht so gut gelang. Da fasste ich den Entschluss: Das folgende Wochenende sollte es an einen Ort mit Tapetenwechselfeeling gehen.

Eine Stadt die nicht so weit weg ist, nicht zu teuer, was zu bieten hat, in der man sich wie im Urlaub fühlt und in der ich noch nie war: Prag.  


Willi (der relativ schnell von der Idee überzeugt war) und ich machten uns an die Reisevorbereitungen: Zugtickets kaufen, insg. 30€ umtauschen, Reiseführer kaufen (ich schwöre mittlerweile auf die 100% Führer - verschiedene Routen die man super kombinieren kann) Digitalkamera laden, Rucksack mit Regenschirm und Proviant packen und dann konnte es Sonntagmorgen auch schon losgehen.

Von Dresden ist es nicht sonderlich weit nach Prag (umso peinlicher, dass ich als geborene Dresdnerin noch nie in Prag war aber das hat sich ja jetzt geändert) und so waren wir 11.30 in meiner Tapetenwechselstadt. Am Bahnhof angekommen kamen schon die ersten Tourigefühle in mir auf (weil ich kaum etwas von dem verstand was um mich herum geredet wurde). Mit Digitalkamera in den Händen machten wir uns auf durch enge Gassen mit vielen Glas, Kitsch und Marionettenläden und es wurde geknipst was das Zeug hielt.


Am Altstädter Ring ging es dann erst einmal hoch hinaus auf den Rathausturm - was für ein großartiger Blick.


Unsere Route führte uns weiter über die Karlsbrücke (Touristenbilder inklusive) zum Kafkamuseum (einer meiner Lieblingsautoren).
Ein bisschen Bildung sollte bei unserer Kurzreise schließlich auch nicht fehlen und gehört natürlich auch in jedes Touristenprogramm. Nach dem Museum gönnten wir uns eine kleine Picknickpause und dann ging es auch schon weiter-schließlich hatten wir nur den einen Tag. Wir spazierten über den Petrinhügel durch einen riesigen, schönen, wenn auch noch sehr kahlen,  Park. Im Führfrühling, an einem eher kühlen Tag, waren hier wenig Touristen unterwegs und Entspannung kam auf.

Danach schlenderten wir einfach noch durch die Stadt wie man es an den letzten Tagen eines Urlaubes, wenn man sich eingewöhnt hat, kennt und gaben unser restliches Geld für einen kleinen Imbiss in einem niedlichen tschechischen Café aus. Völlig übermüdet und in glücklicher Tapetenwechselstimmung ging es dann mit dem Zug wieder nach Dresden.

Fazit: Ich liebe Urlaube in denen ich die untouristischen Seiten einer Stadt entdecken kann aber dafür braucht man Zeit die wir nicht hatten. So war es super auch mal einen Tag inkl. Touriflair in einer fremden Stadt (die dazu noch wunderschön ist) zu erleben um einfach mal was anderes zu sehen und wieder fit an seine Arbeit zu gehen. Außerdem kann ich jedem empfehlen einfach eine feste Summe an Geld umzutauschen und sich zu sagen, dass man mit dem Geld machen kann was man will (steigert das Urlaubsgefühl nach meiner Erfahrung noch einmal ganz schön). Ich habe mir vorgenommen das bald zu wiederholen. Welche Stadt es dann wird? Das wird sich dann spontan zeigen. 


1 Kommentar:

  1. Prag ist so wunderschön und ich war ein wenig erschrocken, als ich las, dass du noch nicht dort warst Anne....aber nun hast du es ja nachgeholt und dazu noch einen tollen Blogeintrag geschrieben :) Hoffentlich kannst du (bzw. ihr) nun gestärkt weiter lernen/arbeiten!
    Gaanz liebe Grüße von einem, der euren Blog ziemlich gern hat :)

    P.S.: Sooo viele Pauli-Maulwürfe *__* Ich habe damals in Prag einen für meinen Bruder gekauft :)

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