Stattdessen
wurde dem Kunstmuseum ein Besuch abgestattet, um dort die aktuelle
Ausstellung "Spuren der Moderne" zu besichtigen. Aus der eigenen
Sammlung des Museums der letzten 20 Jahre wurden Kunstwerke
zusammengestellt, die von den späten 1960er Jahren bis in die Gegenwart
reichen.

Wir starteten mit einem ersten Rundgang, der uns einerseits einen schönen Überblick über die Exponate verschaffte und mich andererseits feststellen ließ, dass das Fotografieren im Museum nur mit Fotoerlaubnis gestattet ist (vgl. Aussage Museums-Aufsichtsmensch).
Die zweite Runde durch die Ausstellung wurde dann von einem attraktiven Fotoerlaubnis-Aufkleber, einer kundigen Führerin und einer Horde weiterer Spurensuchender begleitet.
Ein Museum ohne Guide zu besuchen ist für mich mit meinem doch sehr begrenztem Wissen über moderne Kunst meist ebenso erhellend wie eine japanische TV-Show, die ich ohne Untertitel oder Synchronisation verfolge. Daher gestaltete sich Rundgang N°2 um einiges aufschlussreicher und spannender.

Wir starteten mit einem ersten Rundgang, der uns einerseits einen schönen Überblick über die Exponate verschaffte und mich andererseits feststellen ließ, dass das Fotografieren im Museum nur mit Fotoerlaubnis gestattet ist (vgl. Aussage Museums-Aufsichtsmensch).
Die zweite Runde durch die Ausstellung wurde dann von einem attraktiven Fotoerlaubnis-Aufkleber, einer kundigen Führerin und einer Horde weiterer Spurensuchender begleitet.
Ein Museum ohne Guide zu besuchen ist für mich mit meinem doch sehr begrenztem Wissen über moderne Kunst meist ebenso erhellend wie eine japanische TV-Show, die ich ohne Untertitel oder Synchronisation verfolge. Daher gestaltete sich Rundgang N°2 um einiges aufschlussreicher und spannender.
Direkt im Eingangsbereich befindet sich beispielsweise eine Installation
bestehend aus vielen einzelnen Wasserstrahlern, die vor einer
beleuchteten schwarzen Wand heruntergeschossen werden und für wenige
Millisekunden Worte bilden. Alle Begriffe werden zufällig aus
Onlinenachrichtenportalen gefiltert. Buchstäblich fallen also im
Sekundentakt Keywords aus dem aktuellen Weltgeschehen, die bereits in
sich zerfließen, noch bevor man sie vollständig hat lesen können. Eine
Überspitzung der heutigen Berichterstattung: Die Tagesschau in 100
Sekunden versorgt uns mit schnellen Informationen, die oft genau so
schnell wieder vergessen sind und zu denen kein Hintergrundwissen
geliefert wird.
Ebenfalls fasziniert hat mich ein Spiegellabyrinth, in dem die einzelnen
Spiegelstreben schneckenförmig angeordnet wurden. Zwischen den
Spiegeln sind jeweils Lücken, sodass man beim Durchgehen nach kurzer
Zeit nicht mehr unterscheiden kann, ob man andere Personen tatsächlich
durch eine Lücke oder nur in einer Spiegelung erkennt.
Einer der nächsten Ausstellungsräume war wohl der erholsamste, denn
wir wurden aufgefordert, uns auf den Boden zu setzen, um die dortige
Installation zu bewundern. Definitiv der erste Pluspunkt. Ist es nicht
einfach furchtbar anstrengend, mit kurzen Schlenderunterbrechungen
stundenlang herumzustehen…? Nein? Gut, möglicherweise liegt es auch
daran, dass ich die Fitness einer durchschnittlichen 90jährigen habe.
Einige ältere Museumsbesucher hatten sich sogar kleine ausklappbare
Stühle mitgebracht, um sich in jedem Raum sofort eine angenehme
Sitzgelegenheit verschaffen zu können… Vielleicht sollte ich auch in
solch ein mobiles Möbelstück investieren.
Zurück zu der
Ausstellung: In dem Raum, der mich eben zu meinen Ausschweifungen
verleitete, besteht die Decke aus unterschiedlich gefärbten Rechtecken,
die in unterschiedlichen Höhen angebracht sind. An
einigen Stellen ragten sie so weit von der Decke herab, dass ich den
Kopf etwas einziehen musste. Der Künstler stellt mit
den fünf unterschiedlich gefärbten Rechtecken jeweils Personen dar, die
in einem Büro arbeiten, wobei die Deckenhöhe der Größe der jeweiligen
Person genau entspricht. Setze man sich unter einer solchen Deckenhöhe
dann an einen Schreibtisch im Büro, so könne man angeblich am besten
arbeiten. In einer Ecke des Raums sind außerdem sieben Hängelampen in
einer Höhe angebracht, die für eine normale Raumhöhe angemessen wäre,
sodass sie in diesem Zimmer beinahe den Boden berühren.
Ziemlich energieverschwenderisch, jedoch auch ziemlich beeindruckend war
ein runder Raum mit weißen Wänden, welche rundum mit eng aneinander
liegenden, gleißend hellen Halogenlampen bedeckt sind. Durch hunderte
von Lampen ist es dort nicht nur unerträglich hell, sondern auch extrem heiß.

Am Ende eines jeden Besuchs dieses Museums besichtige ich natürlich diesen reizenden Schutthaufen. Der steht dort dauerhaft herum und doch findet man jedes Mal etwas Neues zwischen Erde, Brettern und Leinwänden. Die diesmalige Neuentdeckung war übrigens eine Schlange. Und auch die gute, alte Maus ist noch da.
Ich wünsche euch eine wundervolle Woche!




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